Tor zum Weltnaturerbe 

Das Wattenmeer

Watt ist das schön in Büsum

Zu Gast im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer

Das Meer rauscht weit draußen vor sich hin, die Sonne scheint und der Wind pustet leicht von West. Alle zwölf Stunden gibt die Nordsee bei Ebbe das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer für seine Gäste frei und lädt bei fast jedem Wetter zum Spazieren gehen ein. Doch was ist das Wattenmeer eigentlich und was macht es so besonders?

Einmalig und einzigartig

Das Wattenmeer ist eine außergewöhnlich junge und dynamische Landschaft. Nirgendwo auf der Welt hat sich unter dem Einfluss der Gezeiten eine vielfältigere Landschaft entwickelt, die sich noch heute immer wieder verändert. Erfahrene Wattführer und Wattführerinnen wissen, dass sich die Verläufe der Priele im Sandwatt im Jahr bis zu 100 m verschieben.

Erst vor rund 10.000 bis 12.000 Jahren wurde das jetzige Wattenmeer durch das Ansteigen des Meeresspiegels überflutet. Noch heute zeugen die Küsten der Nordsee vom jahrhundertelangen Ringen der Menschen mit den Kräften des Meeres.

Etwas ganz besonderes

  • 11.500 Quadratkilometer Weltnaturerbe Wattenmeer

  • ca. 500 km Küstenlänge in den Niederlanden, Deutschland und Dänemark

  • Lebensraum für mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten

  • seit 2009 anerkanntes UNESCO-Weltnaturerbe

  • geschützt durch 3 Nationalparks: Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen

Das gibt es nur hier

Warum ist das Wattenmeer Weltnaturerbe?

Voraussetzungen für die Aufnahme eines Gebietes in die UNESCO-Welterbeliste sind sein außergewöhnlicher universeller Wert, seine Unversehrtheit und, dass der Schutz des Gebietes gewährleistet ist. Das Wattenmeer wurde unter drei Kriterien als Weltnaturerbe angemeldet:

Bei einer Wattführung betrachtet eine Gruppe einen Wattwurm.

Seltene Vielfalt

Das Wattenmeer bietet viele verschiedene Lebensräume und damit ein Zuhause für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Rund 10.000 Arten von einzelligen Organismen, Pilzen, Pflanzen und Tieren wie Würmer und Muscheln, Fische, Vögel und Säugetiere leben hier. Jedes Jahr legen rund 10 bis 12 Millionen Vögel auf ihrer Durchreise eine Rast im Wattenmeer ein.

Die Sonne bricht durch die Wolken und beleuchtet das Watt.

Wo Naturkräfte walten

Das Wattenmeer zeigt auf einmalige Weise, wie sich Pflanzen und Tiere an die ständig wechselnde Landschaft anpassen. Zwischen Ebbe und Flut, an der Schnittstelle von Land und Meer, wo Süßwasser und Salzwasser aufeinandertreffen, leben viele ökologische Spezialisten. Naturvorgänge können sich hier noch weitgehend unbeeinflusst vom Menschen entfalten.

Personen baden im Meer und laufen über das Watt.

Jung und ursprünglich

Das Wattenmeer ist eine sehr junge Landschaft. Trotz seines geringen Alters erzählt das Wattenmeer viel von der Erdgeschichte. Seine Entwicklung begann in der letzten Eiszeit (vor 10.000-12.000 Jahren) und geht ständig weiter. Bis heute und manchmal innerhalb weniger Tage kann man im Wattenmeer selbst erleben, wie die natürliche Dynamik die Landschaft immer wieder neu gestaltet.

Was bedeutet der Welterbestatus?

Sinn und Zweck der Auszeichung als UNESCO-Welterbestätte ist es, die Stätten für die gesamte Weltgemeinschaft für gegewärtige und zukünftige Generationen zu bewahren. Dafür sollen die Welterbestätten geschützt, erhalten und den Menschen vermittelt werden. Im deutschen Wattenmeer wurden für diesen Zweck die Nationalparks ausgewiesen und das niederländische Wattenmeer wurde zum „Staatlichen Naturdenkmal" ernannt.

Weitere interessante Informationen über das Wattenmeer erhälst du auf der Webseite des Nationalparks Wattenmeer in Schleswig-Holstein oder auf der Webseite über das Weltnaturerbe Wattenmeer.

Sie benutzen offenbar den Internet Explorer von Microsoft als Webbrowser, um sich unsere Internetseite anzusehen.

Aus Gründen der Funktionalität und Sicherheit empfehlen wir dringend, einen aktuellen Webbrowser wie Firefox, Chrome, Safari, Opera oder Edge zu nutzen. Der Internet Explorer zeigt nicht alle Inhalte unserer Internetseite korrekt an und bietet nicht alle ihre Funktionen.