Tielenauschanze

Auf einen Blick

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HISTOUR-Punkt T5 | Befestigte Wegsperre der Dithmarscher Geest

Die Tielenauschanze, früher Tielenbrügge genannt, schützte die Dithmarscher Norderhamme, also die nördliche Geest zwischen Eider, Broklandsau und Tielenau nördlich gegen feindlichen Einfall von Süden aus Richtung Albersdorf-Tellingstedt. Sie galt im Spätmittelalter und in der frühesten Neuzeit neben der Schanze (Hammhus) vor Heide und der befestigten Aubrücke über die Broklandsau bei Süderheistedt als wichtige befestigte Wegsperre der Dithmarscher Geest. Eine besondere Rolle spielte sie bei der Eroberung Dithmarschens 1559, als mit Scheinangriffen auf das Hammhus und die Tielenbrücke zunächst die Eroberung Meldorfs ermöglicht wurde und einige Tage später der erfolgreiche Hauptangriff auf Heide nicht, wie von den Dithmarschern erwartet, über Hemmingstedt erfolgte, sondern von der gegenüberliegenden Seite her, nachdem die Angreifer die nun fast unbesetzte Tielenbrücke und die Aubrücke genommen hatten.

Die Anlage des 16. Jahrhunderts wird als Bollwerk mit vorgelagerter Schanze und mit einem tiefen Sumpfgraben beschrieben. Über den ehemals breiteren Bach Tielenau sei eine Brücke gebaut worden, auf der ein Huß gestanden habe.Dieses sei mit zwei geschlossenen Türen versehen gewesen und einem Schlagbaum davor. Im Wasser habe noch eine Barrikade östlich des Tors gestanden. Nördlich davon habe eine Landwehr gelegen, die als Rondell mit Schanzgraben beschrieben wird.* Im Zuge erneuten Ausbaus zahlreicher Verschanzungen im Dreißigjährigen und im anschließenden Nordischen Krieg ist wohl auch die Tielenauschanze im 17. Jahrhundert neu ausgebaut und modernisiert worden.

*Quelle: Jens Boye Volquartzwww.kuladig.de

Bild 1:
Schanzen im 19. Jahrhundert nach J. Goos.

Auf der Karte

Tielenauschanze
25782 Tellingstedt
Deutschland

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