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Sühnestein Schalkholz

Auf einen Blick

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HISTOUR-Punkt T7 | "Klaas-Stein" von 1580

Dort, wo der „Schwarze Weg“ und die Landstraße von Schalkholz nach Tellingstedt zusammenstoßen, befindet sich seit 1580 ein Sühnestein mit teilweise deutbarer Inschrift. 
Der Sage nach soll hier ein Klaas Groth seinen Bruder erschlagen haben.
Sühnesteine wurden im Mittelalter und in der frühen Neuzeit nach Totschlägen in der Regel von dem Geschlecht oder den Angehörigen des Totschlägers als Zeichen der Sühne aufgestellt.

Vier davon haben sich in Dithmarschen erhalten. Außer dem „Klaas-Stein“ gibt es noch die Swyn-Stele in Lunden. Weiter existieren noch der Sühnestein vom Pferdekrug bei Hennstedt und der Frens-Stein an der Kirche am Markt in Heide.

Vor 1537 konnte Totschlag auch durch eine „Mannbuße“ abgegolten werden; Fehden und Blutrache waren ebenfalls üblich.

Geschlechter sind im Mittelalter vermutlich im Zusammenhang mit der ersten Marschbedeichung entstanden und waren bis in die 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts bedeutende, genossenschaftlich organisierte Verbände. Ihre Namen spiegeln sich noch heute in Ortsnamen der Marsch wider (z. B. Wennemannswisch). Sie hatten verschiedene Aufgaben für ihre Mitglieder: Rechtsschutz (Eideshilfe = Nemede), Unterstützung bei Streitigkeiten und Fehden (bis hin zur Blutrache), Feuerversicherung, soziale Unterstützung bei Armut, gemeinsame Verantwortung für das Deichwesen.

Bild 1:
Sühnestein um 2000

Bild 2: 
„KARSTEN GR... IS GESCHATE (erschossen) DEN GOT WIL GNEDI A 80“

Auf der Karte

Sühnestein Schalkholz
25782 Schalkholz
Deutschland

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