© Verein für Dithmarscher Landeskunde

Randmoränen Gletscherzungenbecken

Auf einen Blick

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HISTOUR-Punkt T8 | Das Schalkholzer Eiszungenbecken

In der vorletzten Eiszeit war das Inlandeis von Skandinavien bis an die Mittelgebirgsränder vorgestoßen. Während der Abtauphase kam es zu einem kurzzeitigen Wiedervorstoß der Gletscher nach Westen. Dabei gruben sich im Umfeld von Schalkholz drei Eiszungen in die vorher hinterlassenen Schmelzwasserablagerungen ein und schoben sie zu hohen Moränenwällen zusammen.

Der Wall von Stauchmoränen um das Schalkholzer Eiszungenbecken hat die deutlichsten Spuren hinterlassen. Hier, dicht westlich der ehemaligen Gletscherzunge, sind die Moränenhöhen trotz erheblicher Zertalung während der letzten Eiszeit am besten erhalten. Während der letzten Zwischeneiszeit, die für gut 10.000 Jahre etwa heutige Temperaturen erreichte, lag in der heutigen Moorniederung ein See. Obwohl die Gletscher der letzten Eiszeit das Gebiet nicht mehr erreichten, bewirkte das allsommerliche Auftauen der oberen Schichten über dem damaligen Dauerfrostboden eine starke Erosion und Bodenfließen, so dass der See völlig verschüttet wurde.

Vor allem die Südflanke des Zungenbeckens wurde durch intensiven Kiesabbau dezimiert. Beim dort verschwundenen „Tepel“ kamen die ältesten menschlichen Hinterlassenschaften Dithmarschens aus der Zeit der Neandertaler vor ca. 80 000 Jahren zu Tage. 

Bild 1:
Höhenplan des Schalkholzer Eiszungenbeckens vor dem Kiesabbau auf historischer Kartengrundlage. Der Standort ist rot, die Fundstelle weiß markiert.

Bild 2:
Überhöhte perspektivische Animation des Eiszungenbeckens, gesehen von Osten.

Auf der Karte

Randmoränen Gletscherzungenbecken
25782 Schalkholz
Deutschland

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