Moore um die Tielenau

Auf einen Blick

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HISTOUR-Punkt T17 | Großflächigen Vermoorungen der Nacheiszeit

Die Niederung der Tielenau und der Schalkholzer Au verdankt ihre Entstehung einem kurzzeitigen Gletschervorstoß während der vorletzten Eiszeit, also vor etwa 100.000 bis 200.000 Jahren. Das im großen und ganzen schrumpfende Inlandeis bildete hier vorübergehend Gletscherzungen aus, die nach Westen vorstießen und nach ihrem Abschmelzen Eiszungenbecken mit Randhöhen hinterließen.

In der Nacheiszeit kam es in diesen Niederungen zu großflächigen Vermoorungen mit mehreren Hochmoorkernen, dem Käthner- oder Tellingstedter Moor, dem Österborsteler und dem Dörplinger Moor (von West nach Ost), die voneinander durch die Tielenau bzw. die isolierte Geestinsel "Fieler Knüll" getrennt sind.

Typische Hochmoorvegetation hat sich in keinem der drei Moore erhalten. Am stärksten abgebaut ist das Käthnermoor mit seinen vielen wassergefüllten ehemaligen Torfstichen, deren umliegende Vegetation sich zu einem nassen Wald mit Birken, Zitterpappeln und Erlen entwickelt.

Stark verbuscht ist auch der überwiegende Teil des Dörplinger Moors; freiere Flächen sind hier weitgehend mit Pfeifengrasbulten bestanden. Größere und ansehnliche Freiflächen bietet noch das Österborsteler Moor; allerdings haben sich auch hier aus den Hochmoorflächen durch Abbau und starke Entwässerung Pfeifengrasfluren entwickelt. Diese Moore werden noch heute von dem Damm der ehemaligen Kleinbahn durchzogen, der als Rad- und Fußweg genutzt wird.

Auf dem Fieler Knüll wurde früher nicht nur Kies gewonnen, sondern an einigen Stellen auch fetter Lehm für den Bedarf der Tellingstedter Töpfereien.

Bild 1: Zug der Kleinbahn im Dörplinger Moor.

Bild 2: Moore (braun) um die Tielenau, mit Geestkuppen (gelb). Die rote Linie stellt die Trasse der ehemaligen Kleinbahn des Kreises Norderdithmarschen dar. Karte: Preußische Landesaufnahme 1878

Auf der Karte

Moore um die Tielenau
25782 Tellingstedt
Deutschland

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