Martin Luserke Gedenktafel

Auf einen Blick

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HISTOUR-Punkt M52 | Reformpädagoge, Schriftsteller, Theatermann, Erzähler

Martin Luserke (geb. 3.5.1880 Berlin, gest. 1.6.1968 Meldorf) war vor und nach dem 1. Weltkrieg einer der bedeutendsten deutschen Reformpädagogen und führte von 1947 bis 1952 das Laienspiel an der Meldorfer Gelehrtenschule zu überregionaler Bedeutung.

Nach der Ausbildung als Lehrer und Tätigkeiten u.a. an der „Freien Schulgemeinde Wickersdorf/Thüringen" gründete er 1924 mit anderen Lehrern seine eigene „Schule am Meer” auf der ostfriesischen Insel Juist. Diese wurde 1933 aus politischen und wirtschaftlichen Gründen aufgelöst. Ab Sommer 1934 machte Luserke mit seiner „Krake" Kreuzfahrten in Nord- und Ostsee. Unterwegs und im Winterquartier schrieb er Romane, Novellen, Erzählungen und Laienspiele. Bestseller wurde sein Wassergeusenroman „Hasko".

1938 ging Luserke im Meldorfer Hafen von Bord und wohnte von 1939 bis zum Tode in seinem Haus in Meldorf, Jungfernstieg 37. Hier konnte er seine Leidenschaft für das Laienspiel und seine Erzählkunst aufleben lassen. Der Theatermann Luserke – an Shakespeare geschult – verhalf Meldorf zu einem regen Theaterleben. Viele gut besuchte Erzählabende fanden in seinem stimmungsvollen Dichterzimmer am Jungfernstieg (die beiden Fenster links) statt.

Luserke heiratete 1908 Anni Gerwien, mit der er vier Kinder hatte. Nach dem frühen Tod seiner Frau 1926 wurde ab 1938 Auguste Schwarting seine ständige Begleiterin. Sie blieb bis zu seinem Tod 1968 bei ihm. Luserkes Asche ruht auf dem kleinen Friedhof in Hage/Ostfriesland neben seiner 42 Jahre vor ihm verstorbenen Ehefrau.

Die Gedenktafel befindet sich an seinem Wohnhaus Jungfernstieg 37.

Bild: Martin Luserke um 1960

Auf der Karte

Martin Luserke Gedenktafel
Jungfernstieg 37
25704 Meldorf
Deutschland

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