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Kirche zum Heiligen Kreuz

Auf einen Blick

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HISTOUR-Punkt M37 | Kirche in Windbergen

Windbergen gehörte ursprünglich zum Kirchspiel Meldorf. Nach dem Fund einer Messingfigur des gekreuzigten Jesus Christus im Acker wurde im Frühjahr 1495 an der Fundstelle eine kleine steinerne Kirche gebaut. Über den Fund berichtet eine Urkunde des Hamburger Domkapitels an den Bremer Erzbischof vom 7. Mai 1495, die im Hamburger Staatsarchiv erhalten ist. Die Wallfahrt zum Heiligen Kreuz erfreute sich bis zur Dithmarscher Reformation 1533 großer Beliebtheit. Das alte Kirchlein wurde 1742 abgebrochen und an derselben Stelle neu und größer gebaut.

Den Altar hat der Heider Bildschnitzer Jürgen Heidtmann der Jüngere um 1650 im Knorpelbarockstil angefertigt. Im Zentrum befindet sich das Relief des Heiligen Abendmahls. Der Altaraufsatz und die Kanzel, auch sie ein Werk des 17. Jahrhunderts, wurden der Zeitmode um 1740 entsprechend zu einem Kanzelaltar verbunden, in grünen Farben gemalt und teilweise bronziert. Durch die Restaurierung von 1999 und 2000 wurde diese Farbfassung wiederhergestellt. Sie ist wohl einmalig in Schleswig-Holstein und erinnert an das Ambiente von Schlosskapellen des 18. Jahrhunderts.

Seit 1495 ist Windbergen eigenständige Kirche. Bekannt wurde der Ort auch durch die „Windberger Hochzeit“: Diese Begebenheit aus den Tagen vor der Schlacht von Hemmingstedt im Februar 1500 erzählt von dem Zug des königlichen Heeres, das auf seinem Weg nach Meldorf durch Windbergen kommt, wo gerade eine Hochzeit gefeiert wird. Detlef von Liliencron hat darüber ein Gedicht geschrieben. Das Hl. Kreuz wird ins 11./12. Jh. datiert. Nach der Dithmarscher Reformation 1533 wurde es als Altarkreuz verwendet. Seit 2014 wird die Figur über dem Altar in einem immateriellen Kreuz präsentiert, einem Werk des bayerischen Künstlers Matthias Gangkofner, und symbolisiert so auch den Auferstandenen.

Auf der Karte

Kirche zum Heiligen Kreuz
Kirchstraße 1
25729 Windbergen
Deutschland

Ansprechperson

Pastorin Maike Engelkes

Tel.: 0481/4213381

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