Gieselaukanal mit Klappbrücke

Auf einen Blick

HISTOUR-Punkt A40 Verbindung zwischen dem  Nord-Ostsee-Kanal und der Eider

1936 wurde der Gieselaukanal als Verbindung zwischen dem 1895 eröffneten Nord-Ostsee-Kanal (seinerzeit Kaiser-Wilhelm-Kanal) und der Eider errichtet, die seit jeher als Schifffahrtstraße genutzt wurde.  Seinen Namen trägt er von dem Bach Gieselau, dessen Unterlauf durch die Kanalbauten heute abgeschnitten ist. Er bildet noch immer die eigentliche Grenze zwischen Dithmarschen und dem Kreis Rendsburg-Eckernförde.

Der Bau des Gieselaukanals erfolgte im Zusammenhang mit den Schleusenbauten Lexfähre und Nordfeld im Untereiderverlauf. Durch den bau des Nord-Ostsee-Kanals war die Untereider nicht nur von der Obereider oberhalb von Rendsburg abgeschnitten, sondern hatte auch im Unterlauf wichtige Nebenzuflüsse verloren. So kam es durch geringere Flussströmung und stärkere Gezeitenwirkung zu starken Versandungen und Verschlammungen des Flussbettes; das wiederum führte zu ständigen kostspieligen Ausbaggerungen. Andererseits konnte sich bei Hochwasser das Wasser nicht mehr so auf die Nebenflüsse verteilen, so dass es zu wiederholten Überschwemmungen und Flutkatastrophen kam.

Durch den Bau der Schleusen und Teilbegradigungen des Eiderlaufs konnten die Probleme der Schifffahrt und der Hochfluten weitgehend gelöst werden. Die Anlage des Gieselaukanals ersparte den Ausbau der Untereider zwischen Bokelhop und Rendsburg und lenkte die Eiderschifffahrt stattdessen auf den Nord-Ostsee-Kanal.

Da die Eider wegen des tiefgelegenen Umlandes auf viel niedrigerem Niveau gehalten wird als der Kanal, weist der kurze Verbindungskanal eine Schleuse auf, die mit einer Portal-Klappbrücke überquert werden kann. Heute dienen die Schleuse und ihre Umgebung überwiegend dem Sportbootverkehr, begünstigt durch fehlende Liegemöglichkeiten am Nord-Ostsee-Kanal.

Auf der Karte

Gieselaukanal mit Klappbrücke
25767 Albersdorf
Deutschland

Tel.: 04835 - 971097

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