© Verein für Dithmarscher Landeskunde

Findling Harkestein

Auf einen Blick

  • Albersdorf
  • Historische Stätten

HISTOUR-Punkt A29 Der größte erhaltene Findling Dithmarschens.

Der Harkestein gilt als der größte erhaltene Findling Dithmarschens. Gletscher der dritt- und vorletzten Eiszeit verfrachteten jede Menge Gesteinsschutt aus Skandinavien nach Dithmarschen, darunter auch zahlreiche Großgeschiebe in den Moränen.

Ein Teil der Findlinge blieb an der Oberfläche liegen oder gelangte durch späteren Abtrag von darüberliegendem Erdreich dorthin. Bereits die steinzeitlichen Bauern nutzten diesen reichlichen Steinbestand, zunächst in der Anlage von Großsteingräbern sowie zur Errichtung von Steinkreisen um spätere Grabhügel.

Seit dem Bau von Kirchen aus Feldsteinen - wie in Albersdorf um 1150, vor allem aber im 18. und 19. Jahrhundert - wurden umherliegende Findlinge systematisch zerlegt und als Treppenstufen, Heck-, Fundament- und Scheuersteine für das Vieh und als  Pflaster- und Bordsteine genutzt. Auch die Nutzung als Denkmal- und Grabsteine sowie als Gartenzier schmälerte den Bestand.

Der Harkestein trägt Spuren einer erfolgreichen Spaltung, die das östliche Viertel des Steins beseitigte, und eines begonnenen Spaltversuchs in Form einer Reihe länglicher Keillöcher. Gespalten wurde mit eingesetzten Stahlkeilen und zusätzlich eingeklemmten Stahlblechen, die abwechselnd mit einem Hammer in die vorher eingemeißelten Keilspalten eingetrieben wurden. In zwei der Keillöcher stecken noch verrostete Reste der Keile.

Eine Verbindung des Namens „Harke“ mit einer so benannten Göttin ist eher unwahrscheinlich. Der Sage nach wurde ein Steinschläger, der den Stein zerlegen wollte, durch ein plötzlich aufziehendes Gewitter in die Flucht geschlagen.

Auf der Karte

Findling Harkestein
25767 Albersdorf
Deutschland

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