Dorfwurt Reinsbüttel

Auf einen Blick

  • Reinsbüttel
  • Historische Stätten

HISTOUR-Punkt W21 Künstlich aufgeschütteter Wohnplatz

Der Ort Reinsbüttel liegt auf einer langen, im 12. Jahrhundert aus Klei aufgehöhten, Langwurt. Diese, in den Seedeich des Mittelalters eingebundene Wurtsiedlung besaß vermutlich einen Kleinhafen, über den der über See gehende Handel der Dorfwurten des Hinterlandes abgewickelt wurde.

Größere Langwurten, die im niedersächsischen und niederländischen Küstengebiet liegen, reichen bis in das 8./9. Jahrhundert zurück. Anders als die ländlich geprägten Dorfwurten waren sie typische Handels- und Gewerbesiedlungen. Sie bildeten Stützpunkte des fränkisch-friesischen Handels, der von der Rheinmündung bis hin nach England und Skandinavien (Ribe, Haithabu) führte.

Von Reinsbüttel gelangt man über den 1585 aufgeschütteten, heute planierten Wahrdamm zur ehemaligen Insel Büsum, deren Seedeich bei Oesterdeichstrich erreicht wird. Der Wardstrom trennte bis in das 16. Jahrhundert die Insel Büsum vom Festland der Dithmarscher Nordermarsch. Das Neuland wurde zwischen 1595 und 1609 als Wahrdammkoog eingedeicht.

Eine Wurt ist ein künstlich aufgeschütteter Wohnplatz in der Marsch. Die Wurten der Römischen Kaiserzeit (0 - 450 n. Chr.) und des Frühmittelalters (700 - 1100 n. Chr.) bestehen aus einer vielfältigen Schichtenfolge aus Klei, Mist und Siedlungsschichten. Die Wurten des späteren Mittelalters und der frühen Neuzeit bestehen vorwiegend aus Klei.
 

Auf der Karte

Dorfwurt Reinsbüttel
25764 Reinsbüttel
Deutschland

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