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Dorfwurt Ostermenghusen

Auf einen Blick

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HISTOUR-Punkt MA14 Eine der ältesten Marschensiedlungen in Süderdithmarschen

Die Dorfwurt Ostermenghusen gehört zu den ältesten Marschensiedlungen in Süderdithmarschen. Als die Südostecke der Wurt 1883 abgetragen wurde, kamen mehrere archäologische Funde zum Vorschein. Darunter befanden sich Scherben, Knochen, Holzreste, Tongewichte von Webstühlen, Messer und Eisenschlacken, wie der Marner Arzt Dr. Hartmann in einem Brief an Dr. Johanna Mestorf, Direktorin des Museums für „Väterländische Altertümer“, 1883 und 1884 schrieb.

Eine Wurt ist ein künstlich aufgeschütteter Wohnplatz in der Marsch. Die Wurten der Römischen Kaiserzeit (0 - 450 n. Chr.) und des Frühmittelalters (700 - 1100 n. Chr.) bestehen aus einer vielfältigen Schichtenfolge aus Klei, Mist und Siedlungsschichten. Die Wurten des späteren Mittelalters und der frühen Neuzeit bestehen vorwiegend aus Klei. Neuere Bohruntersuchungen zeigen, dass diese Wurt mit Mist und Klei erhöht worden ist. Brandschichten deuten auf mehrere Siedlungsphasen hin.

Vermutlich bestand hier bereits in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten eine Marschensiedlung, deren Hofstellen mehrfach aufgehöht wurden. Im Mittelalter wurde die Wurt erweitert und zum Schutz gegen Sturmfluten mit Klei bis zu ihrer heutigen Höhe erhöht. Die Wirtschaft der Wurtsiedlung beruhte auf der Viehhaltung in den in der Umgebung liegenden unbedeichten Salzmarschen.

Auf der Karte

Dorfwurt Ostermenghusen
25709 Marne
Deutschland

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