© J. Hanssen | Dithmarschen Tourismus

Donner Kleve, St. Michaelisdonn

Auf einen Blick

  • Sankt Michaelisdonn
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HISTOUR-Punkt SM3 | Der Kleve zeigt eindrucksvoll die geschichtliche Entwicklung Dithmarschens.

In der vorletzten Eiszeit entstand Westholstein, vorher eine Meeresbucht, aus Moränen und anderen Ablagerungen der Gletscher, die aus dem skandinavischen Raum bis an die Mittelgebirge vorgedrungen waren. Während der letzten Eiszeit (hier gletscherfrei) wurde die Moränenlandschaft durch die mit Schmelzwässern angereicherte Elbe und seitliche Zuflüsse randlich abgetragen. So bildete sich der Klev als Abbruchkante, die vor 7000 Jahren hier in ihrem westlichen Teil nochmals durch das ansteigende Meer der Nacheiszeit zurückverlegt wurde. Der Klev beginnt im Norden beim ehemaligen Windberger Bahnhof und steigt bis St. Michaelisdonn allmählich an.

Das Landschaftsbild wurde allerdings durch die Eisenbahn am Fuß des Kleves und große ehemalige Kiesabbaugebiete nördlich von St. Michaelisdonn beeinträchtigt.
In den letzten vorchristlichen Jahrtausenden entstand vor dem Kleve, der damit der Meeresbrandung entzogen wurde, ein ausgedehntes Strandwallsystem, das am Windberger Bahnhof seinen Ausgang hat. Hier beginnt es als ein nach Süden immer breiter werdender Sandstreifen westlich des Kleves, der sich weiter nach Süden immer mehr auffächert. Der Ortskern von St. Michaelisdonn ist ausschließlich auf diesen Strandwällen, die hier als Donns bezeichnet werden, erbaut worden.
Sowohl auf den Strandwallflächen als auch auf der Hochfläche über dem Kleve entstanden in der Nacheiszeit Dünen. Noch in den 1950er Jahren kam es vielerorts durch Ackernutzung der sandigen Heideflächen zu Sandstürmen und erneuter Dünenbildung. Erst durch die umfassenden Aufforstungsarbeiten des Windschutzverbandes nach einem Verfahren von Professor Jens Iwersen konnte die Bildung von Flugsand weitgehend verhindert werden; allerdings hat sich die damals eingeführte Späte Traubenkirsche invasiv ausgebreitet. Einige kleinere von Nadelholzpflanzungen umschlossene Heidereste werden mit Mühe erhalten.

Bis zu 33 Meter ragt der Kleve heute aus der Ebene hervor und bildet die Grenze zwischen Marsch und Geest. Der Kleve steht heute größtenteils unter Naturschutz, so dass auch heute noch die beeindruckende Fauna und Flora sich den Besuchern erschließt. Besondere Aussichtspunkte bilden der Bismarckstein und der Spiekerberg. Von hier oben hat man bei klarer Luft einen faszinierenden Blick in die Weiten der Marschlandschaft. Genießen Sie bei Wanderungen über den Kleve diese erdgeschichtliche herausragende Landschaft.

2015 wurde der Platz am Bismarckstein und rund um den Spiekerberg als "Lieblingsplatz im Grünen" der Metropolregion Hamburg ausgezeichnet.

Der Tourismusverein hat ab Draisinenbahnhof einen Rundwanderweg zu diesen Plätzen erarbeitet, nähre Informationen und Wegebeschreibung in der Tourist-Information und am Draisinenbahnhof.

Auf der Karte

Donner Kleve, St. Michaelisdonn
25693 Sankt Michaelisdonn
Deutschland

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